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Die wahre Krise, die wir dazu neigen zu vergessen
Die Klimakrise schreitet weiter voran. Der durch die globale Erwärmung verursachte Klimawandel hört nicht auf.
Juan Carlos Nieto
@ecoviverocarbonocero

In letzter Zeit wurden wir von einer Vielzahl von Informationen über die Pandemie und ihre Auswirkungen in allen Bereichen bombardiert. Das Virus und die Wirtschaftskrise sind aus nachvollziehbaren Gründen weltweit die größte Sorge. Der Alarmzustand, den wir als Planet erreicht haben, ist so akut, dass viele der großen Probleme der Menschheit unwichtig erscheinen oder in den Hintergrund gerückt sind.
Der Klimawandel (Klimakrise) aufgrund der globalen Erwärmung hört nicht auf. Dennoch glauben viele Menschen, dass das Problem gelöst ist oder dass sich das Problem durch den Lockdown und den Zusammenbruch der Aktivitäten weltweit umkehren würde. Leider ist das Gegenteil der Fall. Die neuesten Messungen während der sozialen Isolation und des wirtschaftlichen Stillstands zeigen, dass das Problem immer schlimmer wird. Es ist erwähnenswert, dass aufgrund der Isolation und des wirtschaftlichen Stillstands sehr positive Auswirkungen auf die Umwelt beobachtet wurden. Sogar die Treibhausgasemissionen (Treibhausgase) sind global gesunken.

Die relevanten Indikatoren zur Messung und Überwachung des Fortschreitens dieser Krise sind: der CO2-Gehalt in der Atmosphäre und der Durchschnitt der Oberflächentemperatur der Erde. Beide Indikatoren verzeichnen ständige Anstiege und übertreffen immer wieder ihre eigenen Rekorde. Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), eine wissenschaftlich-klimatische Agentur, berichtete, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre im Mai 2020 einen Rekordwert von über 417 ppm erreichte. Nachfolgende Messungen bestätigen den Trend eines ständigen und systematischen Anstiegs dieses Parameters. Die heutigen CO2-Niveaus in der Atmosphäre wurden seit mindestens 3 Millionen Jahren nicht mehr beobachtet, in einer Zeit, in der die Durchschnittstemperaturen etwa 2°C höher lagen als heute. Die durchschnittliche Temperatur der Erde hat neue Rekorde erreicht und liegt über 1°C über dem beweglichen Durchschnitt zwischen 1951 und 1980. In der Arktis zeigt sich dieser Effekt dramatisch durch immer häufiger auftretende extreme Hitzeereignisse sowie durch größere, heftigere und häufigere Waldbrände.
Wir wissen, dass es eine enge Korrelation zwischen dem Anstieg von CO2 in der Atmosphäre und dem Anstieg der Erdtemperatur gibt.
Andererseits sind die Aussichten nicht gut. Die neuesten Studien und Prognosen deuten darauf hin, dass das Problem sich weiter beschleunigen und verschärfen wird. Also die Millionen-Dollar-Frage, was sollen wir tun?

Angesichts dieser immer dringlicheren Realität müssen wir uns als Menschheit vereinen und ausrichten auf ein großes gemeinsames Ziel. Unsere Treibhausgasemissionen GEI so weit wie möglich zu senken, zu neutralisieren und auszugleichen.
In einem nächsten Beitrag werden wir eine Reihe konkreter Maßnahmen und Aufgaben darlegen und analysieren, die wir als Menschheit ergreifen müssen, um dieser riesigen und unvermeidbaren Herausforderung zu begegnen.
Quellen:
La vanguardia - Indu ambiente - El Independiente - El desconcierto - NOAA- CO2 levels - Climate NASA - https://news.un.org - Our world in data - Data worldbank - CO2 earth
Juan Carlos Nieto
@ecoviverocarbonocero
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